Mittwoch, 20. Juli 2011 12:54
Die großen Schulden in der Eurozone verursacht durch eine übermächtige Kreditlast ist das beherrschende Thema aktuell. Nicht wenige Experten sind der Meinung, dass es durch die Schuldenprobleme in der EU auch zu schwerwiegenden Konsequenzen für den Euro kommen könnte. Viel zu groß scheinen die strukturpolitischen Probleme in einigen Europäischen Krisenländern, wie etwa Griechenland und nun auch Italien. Die Frage ist also, ob der Euro ernsthaft in Gefahr ist, oder die Politik und die Euroländer in der Lage sind, diese Bedrohung noch einmal abzuwenden.
Kredit-Berge und die Gefahr für den Euro – ein Auseinanderbrechen der Euro Zone
Das größte Risiko für den Euro würde durch ein Auseinanderbrechen der Euro Zone entstehen. Die Idee, dass Griechenland die Euro Zone verlässt, um sich über die Inflation und eine Abwertung der eigenen Währung zu stabilisieren, ist schon öfter genannt worden. Die anhaltenden Probleme Griechenlands, das immer weiter schwindende Vertrauen der internationalen Anleger und Finanzmärkte, sowie das Verpuffen der Europäischen Bemühungen führen dazu, dass diese Idee auch immer vehementer gefordert wird. Die Frage ist, ob ein Austritt Griechenlands den Griechen wirklich helfen würde oder nicht. Es ist anzunehmen, dass der Austritt nur eine kurzfristige Erholung nach sich ziehen würde, da die Probleme viel zu sehr in den Strukturen und der maroden Industrie in Griechenland zu verdanken sind. Dem Euro würde der Austritt allerdings sehr schaden, da es ein Beweis dafür wäre, dass die EU mit diesem Problem nicht fertig wird. Weitere Austritte und damit das Ende des Euro könnten folgen. Die Auswirkung der Kredit-Berge auf die Tilgungsdauer: Mit dem Kreditrechner die Kreditlast berechnen, Tiefergehende Informationen auch hier.
Die Politik steht voll hinter dem Euro – zum Glück
Die Politik der einzelnen Euro Staaten, sowie der Europäischen Union steht jedoch voll hinter dem Projekt „Gemeinschaftswährung“. Zum Glück muss man sagen, da der Euro sonst noch viel schwerwiegendere Probleme bekommen würde. Durch die großen und richtungweisenden Rettungspakete, wie etwa den Direkthelfen und dem Stabilisierungsfonds, hat die EU aber gezeigt, dass der Euro gerettet werden soll und muss. Da sich die EU am Kapitalmarkt noch günstig refinanzieren kann, um diese Gelder dann an Griechenland weiter zu reichen, wird sichtbar, dass die Finanzmärkte der EU und damit dem Euro sehr wohl noch ihr Vertrauen schenken. Es ist deshalb nicht davon auszugehen, dass der Euro durch diese Probleme in ernsthafte Gefahr gerät. Dies gilt zumindest solange, wie die Regierungen und Regierungsmitarbeiter noch hinter dem Euro stehen – ohne wenn und aber.
Der Euro ist also sicherlich in keiner glänzenden Lage, allerdings ist die Gefahr eines Verschwindens unserer Gemeinschaftswährung nahezu ausgeschlossen. Viel zu groß ist mittlerweile die internationale Bedeutung des Euro.