Beiträge vom Oktober, 2010

Entwicklungshilfe für Afrika

Freitag, 29. Oktober 2010 16:25

Oft bereits haben sich die Menschen in den Industriestaaten Gedanken darüber gemacht, wie Afrika aus der lange andauernden Misere geholfen werden kann. Wir alle wissen, dass viele Hilfsorganisationen und die Ministerien für Entwicklungshilfe mit vielen Milliarden Dollar vergeblich versucht haben, die Missstände auf dem schwarzen Kontinent in den Griff zu bekommen. Es ist aber so, dass niemand bisher den richtigen Weg gefunden hat, um die Afrikaner aus ihrem Elend zu befreien. Sind es die vielen erschreckenden Krankheiten und das Gespenst AIDS, welche den Kontinent in den Fängen halten oder tragen auch die vielen Bürgerkriege, Terror und kriegerischen Auseinandersetzungen der verschiedenen Stämme dazu bei, dass der afrikanische Kontinent keine Erholung findet und die Menschen dort nicht in Frieden leben können?

Ist Afrika noch zu retten?

Der Kontinent verharrt in seiner Elendsstarre und wird trotz der vielen gutgemeinten Hilfen nicht daraus befreit werden. Korrupte Diktatoren wirtschaften dort, wo noch etwas für ein angenehmes Leben und geringer Wohlstand vorhanden wäre, weiter dem Abgrund entgegen. Obwohl der reiche Westen bereits sehr viel Geld in die afrikanischen Länder gepumpt hat und auch heute noch unzählige Mikrokredite in Hilfsprojekten stecken, ist eine Besserung der Lage nicht in Sicht. Vielleicht kommt hier das alte Sprichwort „Viel hilft nicht immer viel“ in Betracht – in manchen Fällen liegt dieser Verdacht sehr nahe. Denn zuviel Hilfe – viele benötigte Waren werden auch per Seefracht eingeführt – kann auch bewegungsunfähig, ja sogar lethargisch, machen. Viele der ehemaligen Länder der Dritten Welt haben es aus eigener oder mit nur sehr wenig fremder Hilfe geschafft, ein besseres Leben zu führen. China und Indien stehen hier an vorderster Front.

Milliarden Dollar treffen nicht ins Ziel

Der Ökomon Lord Peter Bauer sagte einmal, dass Entwicklungshilfe die Umverteilung des Geldes der Armen aus den reichen Ländern an die Reichen aus den armen Ländern sei. Im Falle des afrikanischen Kontinents hatte er wohl recht. Deshalb fordern nicht wenige, die Entwicklungshilfe für Afrika einzustellen und den Ländern die einmalige Chance zu geben, Geld durch Handel zu erwirtschaften und so den Regierungen die Möglichkeit zu geben, Steuern zu erheben und diese wiederum in die Infrastruktur zu verteilen.

Thema: Wirtschaft / Finanzen | Kommentare (0) | Autor: admin